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SVV

Als moderne Gesellschaft haben wir uns daran gewöhnt, uns im Fernsehen Herzoperationen und die Vorgänge auf Notfallstationen anzuschauen. Auf dem Hintergrund unserer eigenen Erfahrungen und der Informationen, welche die Medien uns liefern, diskutieren wir heute ganz selbstverständlich über gynäkologischen Probleme, Geburt, Krebs, Organtransplantationen und Ähnliches mehr. Und doch schrecken die meisten immer noch davor zurück, die Zeichen von emotionalem und psychischem Schmerz wahrzunehmen. Sobald jemand erwähnt, dass er sich selbst verletzt wirkt das gleich abstoßend auf alle. Wahrscheinlich auch ein Grund dafür, warum so wenige Betroffene darüber reden und es mit allen Mitteln versuchen zu verbergen. Auch mir ging und geht es so. Lieber verstelle ich mich in Gegenwart aller so sehr, als dass jemand sehen könnte, was mit mir los ist...

Obwohl heute viele Frauen, Männer und sogar Kinder unter Selbstverletzung leiden, wissen erstaunlich wenig Leute, was diese Krankheit eigentlich ist. Es gibt viele Möglichkeiten, seinem Körper Schaden zuzufügen oder ihn zu verändern, die uns allen bekannt sind, wie das Auszupfen von Härchen, Schönheitsoperationen, Piercing oder das Bräunen der Haut. Daneben gibt es von der Gesellschaft noch andere tolerierbare Wege, wie Rauchen, übermässiger Alkoholgebrauch und gefährliche Sportarten. All diese Wege fügen dem eigenen Körper Schaden zu, sie sind aber nicht mit Selbstverletzung zu vergleichen, denn eine Verletzung ist eigentlich nicht beabsichtigt. Von selbstverletzendem Verhalten spricht man erst, wenn die Absicht seinen Körper zu verletzen, im Vordergrund steht. Es gibt in der Fachsprache verschiedene Ausdrücke dafür wie z.B.: Selbstverletzendes Verhalten (=SVV), Selbstverstümmelung, Selbstbeschädigung, Autoaggression.

1989 wurden für eine Studie 240 betroffene Leute befragt. Eine der Fragen bezog sich auf die verletzten Körperteile. Die Befragten gaben an, dass sie sich zwar an verschiedenen Orten verletzen, aber einen Körperteil bevorzugen. So ergaben sich folgende Prozentzahlen:

Arme (Handgelenke)        74%
Beine                               44%
Bauch                              25%
Kopf                                23%
Brust                               18%
Genitalbereich                  8%

Wichtig ist es...

..dem Betroffenen keine Vorwürfe zu machen ("Du bist selbst daran schuld, dass du dich schneidest!", "Wenn du es wolltest würdest du auch aufhören damit!" usw.).
..für den SVVler da sein, wenn er reden will und ihm zuhören.
..nicht so zu wirken, als ob man den anderen aushorchen wollte (also mit nervenden Fragen usw.)
..nie den Betroffenen anzuschreien, da sich SVVler durch Schreie noch schlimmer fühlen.
..keine Verbote auszuteilen, nur weil sich der Betroffene wieder geschnitten/verbrannt hat.
..den SVVler nicht zu überwachen (also seine Intimsphäre zu respektieren)
..viel mit dem Betroffenen zu reden; das lenkt ihn ab.
..den SVVler trotzdem so viel wie es geht normal zu behandeln und nicht wie einen Kranken.

An erster Stelle ist es einfach wichtig, dass man für den Betroffenen da ist, vorausgesetzt man will ihm helfen. Der Betroffene ist weiterhin der Mensch, der er auch vorher war.

Das ist immer die Frage die die meisten nicht betroffenen stellen. So ich werde jetzt mla versuchen das besser zu erklären: Also der Innerliche druck ist manchmal so stark das man meint man geht daran kaputt. Aber um das nicht zu tun greifen die miesten dann zum Messer. Es ist ein kleiner schnitt für die anderen aber ein große für mich auf die Freiheit zu zumindest für ein paar schöne Minuten. Und da besteht auch das Problem denn wenn man es einmal gemcht weiß man wie gut sich das anfühlt und macht es immer und immer wieder es ist am Ende wie eine Droge. Man muss dann lernen seine Wut nicht gegensichselber sonder anders auslassen. Unten stehen noch einpaar tips dazu aber etwas später.

Statistisch gesehen gibt es 5 Mal so viele Fälle von SVV bei Mädchen, als bei Jungen. Bei Mädchen vermutet man eine Zahl von ca. 500.000 bis 800.000! Doch was ist schon eine Statistik! Doch nur eine oberflächliche Verallgemeinerung, hinter der man die einzelnen Schicksale nicht erkennen kann! Grundsätzlich gelten Menschen als "SVV-gefährdet", welche:

- sich selbst nicht leiden können
- sehr empfindlich auf Ablehnung reagieren - chronisch ärgerlich sind,normalerweise auf sich selbst
- dazu neigen, ihre Angst zu unterdrücken
- einen hohen Grad aggressiver Gefühle besitzen, was sie sehr stark missbilligen und dann häufig unterdrücken
- impulsiver sind und es an Impulskontrolle mangelt
- dazu neigen nach ihrer momentanen Stimmungslage zu handeln
- dazu neigen, in den Tag hinein zu leben und nicht weiterzuplanen
- depressiv und selbstmordgefährdet/selbstzerstörerisch sind
- unter chronischen Angstzuständen leiden
- leicht reizbar sind
- sich selbst als nicht fähig erachten, mit Situationen und Emotionen umzugehen
- keine vielfältigen Möglichkeiten der Verarbeitung und Bewältigung besitzen
- glauben, dass sie nicht die Fähigkeit besitzen, ihr Leben zu meistern
- dazu neigen, "den Kopf in den Sand zu stecken", vermeiden Probleme
- kein Selbstvertrauen besitzen
- sich als machtlos empfinden
- sich überall, wo sie sind, allein fühlen
- sich emotional niemandem anvertrauen, sich auf niemanden verlassen können

In der Schweiz verletzen sich rund 70'000 Menschen regelmässig, 80% davon sind Frauen. Eine mögliche Erklärung dafür wäre, dass Männer ihre Aggressionen mehr gegen aussen richten, Frauen gegen innen, bzw. gegen sich selbst. Eine andere Ursache liegt bei unserer Erziehung. Vor allem Wut gilt als "unweiblich", während sie bei kleinen Jungen hingegen stillschweigend geduldet , und sogar mit Kräftemessen und harten sportlichen Aktivitäten gefördert wird. Den Frauen brachte man bei, dass sie andere Menschen beschützen und für sie sorgen sollen. Darum schützen sie andere vor ihrer Wut, indem sie sie herunterschlucken und gegen sich selbst richten. Die meisten Männer beginnen dann, sich selbst zu verletzen, wenn sie das Gefühl haben, ihr Leben nicht mehr selber bestimmen zu können. Das ist zum Beispiel im Gefängnis oft der Fall.
Selbstverletzendes Verhalten beginnt bei 60% der Betroffenen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Einerseits weil bei Kindern die Verletzungen noch nicht als Selbstverletzungen angesehen werden, andererseits wird den Betroffenen erst im Jugendalter der Druck der Gesellschaft richtig bewusst. Laut Statistik begann sich das jüngste Kind mit 6 und die älteste Person mit 75 Jahren zu verletzen.